Geschäftsbericht für die Amtszeit der Sprecher*innen des Deutschen Kunstrates vom 16. März 2016 bis 16. April 2018

Der Deutsche Kunstrat hat seit der Mitgliederversammlung am 15. März 2016, in der die Sprecher*innen Annemarie Helmer-Heichele, Wolfgang Suttner sowie ihre Stellvertreter*innen Frank Michael Zeidler und Prof. Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch gewählt wurden, weitere drei Mal getagt.

Die Mitgliederversammlung am 28. September 2016 befasste sich vor allem mit der Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung des Deutschen Kulturrates, zu der der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière eingeladen war. Mit ihm sollte insbesondere über einen Beitrag des Kulturbereichs zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und kultureller Integration diskutiert werden. Aus dieser Diskussion ging die spätere Initiative kulturelle Integration hervor, an der der Deutsche Kulturrat maßgeblich beteiligt ist.

Ferner wurde in der Mitgliederversammlung des Kunstrates über erste Überlegungen der damaligen Bundesregierung zur Flexibilisierung der Rente berichtet. Prof. Dr. Gerhard Pfennig informierte über neue Entwicklungen im Bereich des Urhebervertragsrechts.

Auf Wunsch der Kunsthandels-Verbände wurde anschließend zum Thema „Zukunft des Deutschen Kunstrates“ diskutiert. Anlass waren Kritikpunkte der Kunsthandels-Verbände am medialen Umgang des Deutschen Kulturrates mit dem Kulturgutschutzgesetz. Im Ergebnis wurde beschlossen, hierüber in einer nächsten Sitzung mit dem Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates zu sprechen.

Entsprechend stand im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung am 28. März 2017 ein Gespräch mit dem Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, zum Umgang des Kulturrates mit dem Kulturgutschutzgesetz. Insbesondere Vertreter*innen der Kunsthandelsverbände kritisierten eine aus ihrer Sicht einseitig positive Bewertung dieses Gesetzes, das dem Kunsthandel massive Schwierigkeiten bereite.

Weiteres Thema der Sitzung war die Frage, ob der Kunstrat eigene Forderungen an die Parteien zur Bundestagswahl 2017 richten solle. Im Ergebnis wurde beschlossen, Forderungen an den Deutschen Kulturrat weiterzuleiten, die vor allem die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Künstler*innen zum Gegenstand haben, damit diese Eingang in die Wahlprüfsteine des Kulturrates finden.

In der Mitgliederversammlung am 27. September 2017 wurde ein neues Mitglied, der Verband cartoonlobby e. V., aufgenommen. Diskutiert wurde ferner über die Frage, ob seitens des Kunstrates ein alternatives Strukturkonzept für den Deutschen Kulturrat erarbeitet werden sollte. Breiten Raum nahm die Diskussion zum Umgang mit der AfD in Anspruch. Beschlossen wurde, hierzu eine eigene Resolution zu verabschieden. Die Idee aus dem Sprecherrat, durch eine Satzungsänderung dem bisher bestehenden Vorstand des Deutschen Kulturrates eine weitere Amtszeit zu ermöglichen wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.

Außerdem wurde beschlossen, in der Sitzung am 16. April 2018 als Schwerpunktthema „Kunstunterricht in Schulen“ zu diskutieren und dazu den Präsidenten des Verbandes BDK - Fachverband für Kunstpädagogik e. V., Martin Klinkner einzuladen.   

Der Deutsche Kunstrat ist in allen Fachausschüssen und adhoc-AGs stark vertreten und arbeitet dort aktiv mit. Auch im Sprecherrat beteiligen sich die Sprecher/innen des Kunstrates aktiv an allen Diskussionen, Beratungen zu Stellungnahmen und Beschlüssen.

Eigene Veranstaltungen des Deutschen Kunstrates haben u. a. mangels finanzieller Möglichkeiten nicht stattfinden können.


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